Ordentlich kreativ

Ihr Lieben,

als Julia vom Kreativlabor Berlin mich vor wenigen Wochen fragte, ob ich nicht Lust hätte, ihr neuestes Buch zu rezensieren, sagte ich voller Vorfreude zu. Einerseits stellte dies mein Debut einer Buchrezension dar, andererseits sprach mich das Thema des Buches direkt an. Ein dritter Grund war, dass ich wusste, dass Julia sich mit so viel Herzblut in ihre Arbeit gibt, so dass etwas Besonderes entstanden sein muss.

„Ordentlich kreativ! – Geniale Ideen für aufgeräumtes Handarbeiten“ von Julia Bräunig, Claudia Günther und Manuela Seitter

Ich muss euch gestehen, ich bin ein Mensch, der tatsächlich nur ein neues Nähprojekt anfängt, wenn meine Nähecke aufgeräumt und ordentlich ist. Während der Fertigstellung sieht es bei mir häufig auch aus wie …, aber davor und danach brauche ich es ordentlich, um neue Impulse zu bekommen und mit einem guten Gefühl in das Nähen zu starten. Somit war allein das Titelbild für meine Ideen schon sehr aussagekräftig und inspirierend.

Das Buch enthält die drei Handarbeitstechniken: Nähen, Häkeln und Stricken und ist dabei in 4 Bereiche unterteilt: Ordnungshelfer, unverzichtbare Utensilien, weiterführende Ideen und die Grundlage zu diesen Techniken. Die einzelnen Projekte lassen sich dank kleiner Symbole auf den ersten Blick denselben zuordnen. Nicht nur die Thematik, sondern auch das Buch selbst, ist äußerst ordentlich und sauber für das Auge gestaltet, enthält wunderschöne und verschnörkelte Elemente und ist gepaart mit hervorragenden Fotos. Dabei wird häufig nicht nur ein Objekt, sondern auch manche Werke gebündelt innerhalb einer Kreativecke gezeigt, was weitere Ideen beim Leser/in sprudeln lässt.

Ich muss leider zugeben, dass ich überhaupt nicht stricken kann und mich somit vor allem den Nähideen gewidmet habe. Hin und wieder häkele ich gerne, so dass ich mir 2 Projekte aus dem Buch herausgesucht habe, die ich zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen werde – versprochen!

Nun also zu meinen Werken:
Zuerst pickte ich mir die Ideen zu den Stickrahmen-Utensilos, wie -Bilder heraus. Diese vereinen nicht nur Praktikabilität, sondern verschönern eine Nähecke auch ungemein. Dafür verwendete ich einige meiner amerikanischen Patchwork-Schätze, kombinierte farblich passende Kurzwaren und schon ergeben sie ein wunderschönes Gesamtbild.

Im dunkelblauen Stickrahmen findet unter anderem mein Gewinn der „Initiative Handarbeit – Mach dein Ding 2016“, das Prym-Ergonomics-Set, seinen Platz. Die Vorlage der Schere und der Nähmaschine beim hellblauen Stickbild kann dem Buch entnommen werden.

Auch meine verschiedenen Häkelnadeln konnten in den Utensilos untergebracht werden, nebst besonderen Nähgarnen, Schrägbändern, Reißverschlüssen, etc.
Ich finde meine Stickrahmen-Wand wunderschön, oder was meint ihr?

Julia stellt in ihrem Buch die Idee eines Klammerbretts zur dekorativen Aufbewahrung von Stoffen und Schnittmustern vor. Diese habe ich für meine Zwecke leicht abgeändert, indem ich statt eines Holzbrettes eine Schnur verwendet habe, um nicht nur meine Lieblingsstoffe zu präsentieren, sondern gerade auch um einen Überblick über meine nächsten Nähprojekte zu bekommen.

Wie ich meine Knopfsammlung zum besonderen Hingucker machen könnte, habe ich mir lange überlegt. Da kam mir Julias Idee von der Aufbewahrung des kleinen Nähzubehörs in Gläsern gerade recht. So nahm ich eine große Glasflasche, wie auch 2 kleinere Gläser und verstaute darin meine Knöpfe, wie auch kleine Bändern für diverse Accessoires.
Ebenso ein schöner Blickfang, gell?

Nun zur großen Thematik der Schnittmuster-Aufbewahrung. Wie oft las ich über diese Schwierigkeit in diversen Nähforen. Ich hatte meine bislang in Klarsichthüllen in verschiedenen Ordnern verstaut, was sich aber durch die Vielzahl und somit durch das erschwerte Suchen als nicht praktikabel erwies. Julia bewahrt ihre Schnittmuster in großen Papierumschlägen auf, die wiederum in großen Boxen ihren Platz finden. Dabei enthält das Buch auch Vorlagen für Etiketten mit dem jeweiligen Namen, der Möglichkeit eines Bildes, sowie der Kleidergröße, dem Designer und dem Ort der zugehörigen Nähanleitung – einfach perfekt organisiert!

Etwas abgeändert habe ich diese Idee umgesetzt, indem ich eine große Box mit festem Karton in unterschiedliche Bereiche (Schnittmuster Frau – Mann – Kind – Taschen – Accessoires) eingeteilt habe und dort hinein meine Klarsichthüllen mit den einzelnen Bögen sortiert habe. Nun ist alles an einem Ort und dabei übersichtlich und leicht zu finden – wunderbar, so mag ich das!

Es ist ja nicht so, dass ich nicht schon diverse Nadelbücher hätte, gell!? Aber, als ich das Nadelbuch in diesem Buch entdeckte, war ich so angetan, dass ich doch zwei Exemplare genäht habe. Die Bilder und die Umsetzung waren einfach so niedlich und gleichzeitig praktisch, dass ich nicht daran vorbei blättern konnte. Und so sind diese beiden entstanden:

Ich hoffe sehr, dass ich euch nun einen guten Einblick in das Buch geben konnte und bin gespannt zu lesen, welche Produkte ihr daraus näht/ häkelt/ strickt oder bastelt!

In diesem Sinne auf mehr Ordnung in unseren Näh- und Kreativecken, um weiter sprudeln zu können,
herzlichst,

Schrift

Buch: Topp-Verlag oder Amazon

verwendete Materialien: Daysail, Marmalade, Country Girls, Paperie, Stickrahmen (hier und hier), Prym Ergonomics, Gütermann, Schnittmuster-Box, alles Weitere aus meinem Fundus

Linkparty: RUMS#35/16

Kommentare (2)

  • Deine neuen Ordnunsghelfer sind wirklcih toll geworden. Das sieht aus als hättest du dich einmal durchs halbe Buch genäht ;o) So neue Deko an der Wand im Nähzimmer, die auch noch praktisch ist, ist ja genau meins. Sowas bringt mich dann immer zum Lächeln, wenn es sehe.

    Liebe Grüße, Carmen

    Antworten
    • Sara

      Liebe Carmen,
      ganz lieben Dank! Ja, das Buch und die Ideen haben es mir sehr angetan, ich bin total happy mit meinen neuen Ordnungshelfern 🙂
      Dann wünsche ich dir ganz viel Freude beim Nähen!
      Liebe Grüße,
      Sara

      Antworten

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